Kamera: Canon EOS 1000D (modifiziert) mit Astronomik L Clipfilter, 800 ASA
Belichtung: 24 x 5 Minuten
Bemerkung: Autoguiding off-axis mit Lodestar/PHD, Aufnahme mit Nebulosity, Kalibrierung mit MaximDL 5, Stacking und alle weitere Bearbeitung in PixInsight Core 1.6.1
Besonderheit: Die Höhe des Objekts während der Aufnahmen lag lediglich zwischen 16° und 9° über dem Horizont!
Der Trifidnebel (M20) im Sternbild Schütze ist eines der schönsten Objekte des Messier Katalogs. Er beinhaltet einen Emissionsnebel (rot) der in einen Reflexionsnebel (blau) eingebettet ist.
Nordöstlich von M20 ist ein weiteres Messierobjekt zu sehen, der offene Sternhaufen M21. Die beiden Objekte befinden sich in einem besonders dichten Bereich der Milchstrasse mit unzähligen schwachen Sternen und Dunkelnebeln. Daher ist der Himmelshintergrund hier nicht schwarz sondern weist verschiedenste Braunschattierungen auf.
Die Beobachtung des Trifidnebels ist in unseren Breiten leider nicht ganz einfach, da das Sternbild Schütze nur eine geringe maximale Höhe über dem Horizont erreicht und oft von Smog und Lichtverschutzung verschluckt wird. In Presberg sind die Bedingungen jedoch noch gut genug, dass eine Beobachtung von M20 mit Erfolg durchgeführt werden kann. Astrophotografie im horizontnahen Bereich hält aber noch eine weitere Herausforderung bereit: Um den Einfluss der Extinktion durch die Atmosphäre zu korrigieren wurde für jedes Einzelbild eine individuelle Farbkalibierung durchgeführt. Dabei wird für ein gegebenes Einzelbild die Höhe von M20 über dem Horizont zu Beginn der Aufnahme bestimmt und dann mit Hilfe einer Excel-Tabelle von Bernhard Hubl[1] die jeweiligen Gewichtungsfaktoren für die RGB-Kanäle ermittelt.